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Kranwagen 059 Ardelt 90 t 

letzte Aktualisierung:  21.08.2016    
       
DB DB DRB   Bj.    
30 80 974 0 038-3 Esn 6670 Esn734 054   1937    
30 80 974 0 039-1 Han 6600 Han 717 049 Bsl 745 021  1937    
30 80 974 0 040-9 Nür 6700 Nür 700 222   1944    
    Berlin 700 611   1944    
       

Zwei Einheiten wurden 1937 gebaut, zwei weitere folgten 1944. 3 Fahrzeuge kamen zur DB Essen 6670, Bw Essen Hbf sowie Hannover 6600, Bw Bremen Hbf und Nürnberg 6700, Bw Würzburg. Der 4. Kran ist im Osten verblieben. Jeder Kran trug ein Wappen. In der ersten Bedienungsanleitung von 1937 finden sich zwei Krane, und zwar Essen und Breslau. Ausmusterung um 1978/79, da ab 1977 die modernen 150-t Krane zur Verfügung standen. Kurt Puntschuh

 
Es gab in der Tat einen vierten 90t Dampfkran. Das ist anhand diverser Indizien beweisbar. Einzig ein Foto ist noch nicht gefunden worden. Mit ziemlicher Sicherheit war dieser Kran bei der DDR Reichsbahn vorhanden., eine Skizze in einem Buch über Fahrzeuge derselben deutet darauf hin. Bei Auslieferung 1944 erhielt der Kran die Fz-Nr Berlin 700611. Carsten Hilbers
       
       
       

Die Zuordnung der Kranwagen zur Bauart zur BA 059 trifft nur für den im Vordergrund zu! Der hintere Kran ist an den 6 geraden Schüssen des Auslegers und den kleinen Gegengewichten als 57t Kranwagen zu identifizieren.

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Meine Idee mit Wuppertal hat sich bestätigt, das Bild zeigt die Erneuerung der im Krieg zerstörten Wupperbrücke in Wuppertal-Oberbarmen.

Das Sanitätshaus Weidenbach gibt es auch heute noch, wenn auch nicht (mehr) an einer Bahnstrecke gelegen... 

Einer meiner "Informanten" verbindet noch eine Erinnerung an diese Baustelle, die die Jahre überdauerte. Der Vater hatte als Ingenieur der Bundesbahn mit der Bauleitung zu tun. Damals gehörte noch ein Hut zur standesgemäßen Ausstattung des Mannes und so kam es, dass der neue und nicht gerade billige Hut von einem vorbei rauschenden Zug geradewegs in die Wupper geweht wurde. Alle Rettungsversuche waren erfolglos. Auch die holde Gattin  war nicht gerade erfreut wie man sich denken kann ... ☺

..habe das Bellingrodt-Photo gefunden, auf dem mein Vater zu sehen ist. Es befindet sich auf S.19 des EK-Bandes "Bundesbahn-Dampflokomotiven". Dort ist neben meinem Vater - noch mit Hut - auch die Fußgängerbrücke zu sehen, von der  die Aufnahme entstanden ist. Allerdings datiert diese Aufnahme vom 30.5.51, ich war also nicht mal vier. Der Ärger muß also besonders eindrücklich gewesen sein....

Die Brücke im Hintergrund ist die ehemalige Fußgängerbrücke, im Volksmund Schwindsuchtbrücke genannt, da es dort immer stark zog...


       
Wie kommen die Gegengewichte an den Kran?

8.) Anhängen der Gegengewichte Je nach Last und Ausladung mit Hilfe der Belastungstabelle entscheiden, ob ein oder zwei Gegengewichte verwendet werden müssen. Gegengewichtswagen abkuppeln, die zwischen Kran und Gegengewichtswagen liegenden Puffer beider Wagen umklappen. Gegengewichtswagen von Hand dicht an den Kranwagen heranfahren festbremsen und abstützen. Kettenverspannung des Gewichtes abnehmen.

9.) Die Verriegelungsbolzen des kleinen Wagens herausnehmen und den Wagen mittels der Handfahreinrichtung bis an die Kranrückwand fahren, wobei die Führungsleiste an der Kranrückwand in die entsprechende Nute des Gewichtes greifen muss. Die beiden seitlichen Sicherheitshaken am Gewicht werden in die Führungen an der Kranrückwand eingeschwenkt und mittels Bolzen verriegelt. Jetzt wird die Verbindung zwischen Rollwagen und Gewicht gelöst und zwischen hydraulischer Presspumpe und dem Presszylinder unter dem Gegengewicht mittels biegsamen Hochdruckschlauches hergestellt, und das Gewicht bis zur Markierung hochgedrückt. Die Hängebolzen in die Kranrückwand mit den Handkurbeln einschieben.

10.) Durch Ablassen von Presswasser aus dem Hubzylinder Gewicht wieder soweit senken, bis es an den Bolzen hängt. Übereinstimmung der Markierung beachten. Bolzen mit Handkurbeln festziehen. Beim Anbringen des zweiten Gegengewichtes den Unterwagen des ersten auf die Verlängerung der Fahrbahn vorschieben. Anheben und Befestigung wie beim ersten Gewicht. Carsten Hilbers

       
       

Der Blick auf den Arbeitsplatz des Heizers erfolgt hier von links. In Blickrichtung nach hinten hatte der Kran auf der rechten Seite einen Vorratsbehälter für Wasser mit 1,5 m³ Inhalt und links einen Kohlevorrat von 680kg.

Auf dem oben gezeigten Bild sieht man einen Schlauch in den Kran hineingehen. Der endet direkt in dem Wasserbehälter. Gegenüber saß dann der Kohlenkasten im Kranaufbau (Oberwagen). Außerdem war der Kran mit einem Generator ausgestattet, der für die interne Beleuchtung zuständig war, sowie für eine am Ausleger angebrachte Leuchte. Eine Abgabe von Strom für externe Zwecke war nicht vorgesehen und auch nicht möglich. Carsten Hilbers

       
 

ein wenig vom Innenleben des Kranwagens....

       


       
 
       
 

vermutlich Esn 6670 nach dem 16.09.1969 in Salzbergen. Ein Großfeuer nach einem Frontal-Zusammenstoß zweier Tank-Güterzüge erforderte seinen Einsatz. Ein Tankwagen mit 60.000 Liter Superbenzin explodierte sofort. Das gesamte Bahngelände verwandelte sich innerhalb von Sekunden in ein Flammenmeer. Das Stellwerk brannte völlig aus und zwei Wohnhäuser wurden erheblich beschädigt. Der Einsatz der Feuerwehren konnte erst am 22.09.1969 um 9.00 Uhr abgeschlossen werden. Die Freiwilligen der Salzbergener Wehr verrichteten hierbei über 600 Einsatzstunden. Nachbarschaftliche Hilfe erfuhr man hierbei zudem von den Wehren aus Rheine, Schüttorf und Lingen sowie der Flugplatzfeuerwehr Bentlage. Quelle FFW Salzbergen

 
 
 
 
 

der transportfähige Kran in Salzbergen

 
 

Esn 6670 am 21.04.71 in Bochum Kornharpen mit 052 444 vom Bw Dortmund Rbf

 
Dampfkran um 1967 am Düsseldorfer Rheinufer
 
Fahrzeugnummer: 30 80 974  0 038-3

ex DB Esn 6670
ex DRB Esn734054 
Bauart: 059     90-t Dampfkran
Hersteller: Ardelt, Eberswalde
Baujahr: 1937
LüP: 10,59 m
Tragkraft: Haupthub 90 t bei 7 m Ausladung, Hilfshub 20 t
Transportgewicht Kranwagen: 104 t
Gegengewicht: 2 x 26 t
Hg: 65 km/h
Aufnahme:  
Besonderheiten:  

 

30 80 974 0 039-1 September 1978  im Bw Osnabrück

 
 

 

30 80 974 0 039-1im Einsatz bei einem Unfall 197? im Bahnhof Walkenried

 

 

Die Begleitwagen zum Kran  Gegengewichtswagen 30 80 973 0 077-3, Kohle und  Wasserwagen 30 80 973 5 002-6, Gerätewagen und Wohn- Schlafwagen, vielleicht kann ein Leser die fehlenden Fahrzeugnummern nebst Bauartnummer ergänzen....

 

 
Braunschweig 16.10.1977
Fahrzeugnummer: 30 80 974 0 039-1 Heimatdienststelle 78: Bw Bremen Rbf    
ex DB Han 6600
ex DRB Han 717049 
ex DRB Bsl 745021 
Bauart: 059    90-t Dampfkran    
Hersteller: Ardelt, Eberswalde    
Baujahr: 1937    
LüP: 10,6 m    
Tragkraft: Haupthub 90 t bei 7 m Ausladung, Hilfshub 20 t 2 x 26 t    
Transportgewicht Kranwagen: 104 560 kg    
Hg: 65 km/h    
Aufnahme:      
Besonderheiten:      

 
 

30 80 974 0 040-9 in Villingen am 31.10.1973 beim Abriss der alten Straßenbrücke der Schwenninger Straße

eine ganze Bildserie von diesem Einsatz ist unter www.traktionswandel.de zu finden

 

 

1965(?) an der Wiesentalbahn

 

 
 
 
Fahrzeugnummer: 30 80 974 0 040-9    
ex DB 6700 Nür
ex DRB 700 222 Nür
Bauart: 059 90-t Dampfkran    
Hersteller: Ardelt, Eberswalde    
Baujahr: 1944    
LüP: ?    
Tragkraft: Haupthub 90 t bei 8 m Ausladung, Hilfshub 20 t bei 18 m Ausladung    
Transportgewicht Kranwagen: ?    
Gegengewicht: 2 x 28 t    
Hg: ?    
Aufnahme:      
Besonderheiten:      

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