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Der Kranwagen wird zur
vollmechanisierten Gleisjochverlegung zusammen mit Gleisjochtransportwagen
eingesetzt. Die Transportwagen besitzen Fahrschienen, auf denen über die
ganze Zuglänge ein Hubwagen fährt. Der Hubwagen transportiert die
benötigten Gleisjochstapel auf den dem Verlegekranwagen folgenden
Transportwagen und setzt ihn für das Verlegen dort ab.
Der Gleisjochverlegekranwagen
übernimmt die 15 m langen Gleisjoche vom Transportwagen, transportiert
sie durch das Kranportal und setzt sie auf dem vorbereiteten Gleisplanum
ab. Der Abbau erfolg in umgekehrter Reihenfolge.
Die Laufkatze des Kranwagens trägt
als Lastaufnahme eine Gleisjochtraverse. Die Tragkraft beträgt 10 t.
Die wichtigsten Daten sind:
Eigengewicht 60 t,
mittlere Achslast 15 t,
Metergewicht 6,85 t / m,
Drehzapfenabstand 4 250 mm,
kleinster befahrbarer
Bogenhalbmesser 150 m,
Höchstgeschwindigkeit 50 km/h in
Sonderfahrt
Unterlagen des
Gleisbauhof Augsburg-Oberhausen nennen für die Niemag-Kräne
AU 6805, Au 6806 und AU 6807 folgende
Lastdaten:
Belastung des Kranes
bei einem 15-Meter Gleisjoch mit:
Betonschwellen:
9100 kg
Holzschwellen:
4800 kg
Stahlschwellen:
5005 kg
Arbeitsgeschwindigkeiten:
Heben
7,43 m/min
Katzfahren 71,50
m/min
Kranfahren 1 47,00 m/min
Kranfahren 2 97,00 m/min
Der Kranwagen besitzt zwei
zweiachsige Drehgestelle, die inneren Radsätze dienen dem
Eigenfahrantrieb. Abstützeinrichtungen mit Rollen an den Kopfstücken
werden bei Kranarbeiten auf die Schienen herabgelassen. Das Maschinenhaus,
der beidseitig auskragende Ausleger und 4 portalartige Stützen bilden den
Oberwagen.
Kastenförmige Stützen, deren
untere Hohlräume mit Ballast gefüllt sind, tragen den Ausleger, in dem
eine Laufkatze von einem Auslegerende zum anderen läuft. Am
Auslegermittelstück außen angeordnete Bühnen tragen Hubwerk- und
Katzantrieb. Kraftanlage, Schaltschränke und Kranfahrstand nebst
Steuergerät befinden sich im Maschinenhaus, das durch die verglasten
Stirnwände eine gute Sicht auf das Arbeitsfeld erlaubt.
Ein 115 PS Dieselmotor mit
gekuppelten 95 kVA-Drehstromgenerator 50 Hz. 380 V treibt den Kranwagen
an. Hubwerk- und Katzfahrmotore sowie beide Kranfahrmotore werden mit
einer Spannung von 380 V betrieben. Ein Transformator 380/200 V erlaubt
die Erzeugung der 220 V Sterspannung. Zur Geschwindigkeitsregelung
ist ein Frequenzwandler von 50 Hz auf 6 Hz vorhanden.
Eine elektrische Verriegelung
verhindert gleichzeitiges Heben bzw. Senken, Katzfahren und Kranfahren um
Unfälle in der Folge von Fehlbedienungen zu verhindern.
Die oben stehenden Informationen
wurden mir von Kurt Puntschuh und Walter Schepperle überlassen.
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