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Die drei Fahrzeuge dieser Baureihe waren wohl ehr
ein Notkauf der DR. Die 37 gelieferten Fahrzeuge der Baureihe 708.3 deckten
den Bedarf nicht. Die Hauptabteilung Elektronik der DR bestellte daher im
Jahr 1992 bei Plasser & Theurer in Linz drei Fahrzeuge der ÖBB Baureihe
X552, diese Fahrzeuge wurde dann zum Jahreswechsel 1993/94 ausgeliefert so
das der 709 003 direkt an die DB AG ging und kein Fahrzeug dieser Baureihe
ein DR Logo getragen hat!
Der Wagenkasten ist eine selbsttragende
Schweißkonstruktion, an den Enden befindet sich jeweils eine Zug und
Stoßvorrichtung der Regelbauart sowie jeweils eine Rockinger Kupplung wie
sie auch im LKW und KLV Bau verwendet wird, allerdings weiß ich nicht ob
diese Kupplung auch bei den DB Fahrzeugen vorhanden ist, es finden sich dazu
widersprüchliche Aussagen, auf zwei Bildern, die mir zur Verfügung
stehen, ist sie nicht vorhanden!
Der Aufbau besteht MTW 100 typisch aus einer
nicht über die gesamte Länge reichende Kabine und einer kleinen Plattform
auf der ein Palfingerkran und der Aufstieg auf das Dach vorhanden ist! Die
Kabine gliedert sich in ein Führerraum der dem 705 001 und 712 001 ähnelt,
dann folgt ein großer Werkstattraum und daraufhin ein nicht extra
abgetrennter Sozialraum neben dem auch gleich das zweite Führerpult
vorhanden ist.
Auf dem Dach befinden sich eine freischwenkbare
Hubarbeitsbühne, der Messstromabnehmer und die Tragseil und
Fahrdrahthebevorrichtung, über eine gesicherte Leiter gelangt man auf die
Arbeitsplattform auf der Werkzeugablagen, Erdungsstangen sowie Steckdosen
und Druckluftanschlüsse vorhanden sind.
Der Palfingerkran kann auch mit einem Korb
bestückt werden, um ihn als zweite Arbeitsbühne zu nutzen.
Angetrieben wird der MTW von zwei KHD Motoren
mit 367kw und 44kw. Der Fahrmotor ist für die Streckenfahrt bis 120kmh und
der Arbeitsmotor als Bordstromaggregat und für die Langsamfahrten bis 5 km/h.
Die Baureihe verfügt über elektronische
Zeit/Zeit Sifa und eine Indusi der Bauart I 60 R als PZB 90 V1.6
Verzögert werden die drei MTW über eine indirekte KE Bremse mit Knorr
Ventil sowie über eine direkte EP-Bremse, die von den Führerräumen
und auch von der Arbeitsbühne bedient werden kann. Als
Feststellbremse sind zwei Federspeicher an den Radsätzen 6 und 8 vorhanden,
alle diese Bremsen wirken per Klotzbremsen beidseitig auf alle Achsen. Zur Entlastung
und um die Baureihe 709 auch auf Steilstrecken einsetzen zu können ist eine
dynamische Bremse über Retarder vorhanden.
Es blieb bei den drei Fahrzeugen da sich die Erkenntnis
durchgesetzt hat das für 70% der anstehenden Arbeiten ein kleineres und
somit kostengünstigeres Fahrzeug zum Beispiel wie die Baureihe 703.0 ,
703.1 oder 706, ausreicht und für den Rest ist ja die Baureihe 711.1, 708.3
und 704 vorhanden. Christian Trapp
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